Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft…

4. …schützen das Klima!


Der Einsatz von Biokraftstoffen führt zu einer geringeren Treibhausgasbelastung im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen und leistet daher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Im Jahr 2015 deckten Biokraftstoffe einen Energieanteil von 4,7 % des Kraftstoffverbrauchs in Deutschland. Dadurch konnten im Verkehrssektor ca. 4,9 Mio. t CO2-Äquivalente an Treibhausgasemissionen vermieden werden.

Kohlendioxid (CO2) ist dabei eines der relevantesten klimawirksamen Gase. Im Gegensatz zu fossilem Kraftstoff wird bei der Verbrennung von Biokraftstoffen nur die Menge CO2 freigesetzt, die von den Pflanzen in der Wachstumsphase aus der Atmosphäre aufgenommen wurde. Betrachtet man die gesamte Wertschöpfungskette, wird die Klimabilanz durch sekundäre Emissionsminderung noch stärker verbessert. Biokraftstoffe können ohne hohen energetischen und technischen Aufwand im landwirtschaftlichen Umfeld produziert und wieder genutzt werden. Der Transportweg vom Erzeuger zum Verarbeiter bis hin zum Endverbraucher ist vergleichsweise kurz. Weiterhin können durch die Substitution von importierten Futtermitteln (Soja) durch heimisches Eiweißfutter, welches als Nebenprodukt bei der Kraftstoffherstellung anfällt, weitere Emissionen vermieden werden.

So weisen in Deutschland genutzte Biokraftstoffe gemäß der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung deutliche Treibhausgas-­Reduktionen gegenüber fossilen Kraftstoffen auf: Biodiesel erreicht rund 60 % THG-Minderung. Bioethanol ist mit Reduktionswerten von durchschnittlich 62 % verfügbar. Rapsölkraftstoff hat ein THG-Minderungspotenzial von mindestens 57 % gegenüber fossilem Diesel.