Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft…

2. …bringen wirtschaftliche Vorteile!


Obwohl fossile Kraftstoffe aufgrund der aktuell weltweit niedrigen Ölpreise preislich derzeit häufig günstiger als Biokraftstoffe sind, macht die Entscheidung für einen Biokraftstoffeinsatz mittel- bis langfristig betriebswirtschaftlich trotzdem Sinn. Nach § 57 EnergieStG besteht gegenwärtig eine volle Energiesteuer-Erstattung von Biokraftstoffen in der Land- und Forstwirtschaft (z. B. in Höhe von 0,45 €/l für Rapsölkraftstoff). Eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit rapsöltauglicher Traktoren kann zudem fallweise durch vorhandene Investitionskostenzuschüsse erfolgen
(z. B. RapsTrak200-Förderprogramm in Bayern).

Durch die Nutzung von heimisch produzierten Biokraftstoffen unterstützt der Landwirt zudem direkt seine eigene Branche, wie z. B. durch den Anbau und die Vermarktung von Raps und anderen Ölfrüchten für die Produktion von Pflanzenölkraftstoff und Biodiesel, Zuckerrüben und Getreide für die Bioethanolproduktion sowie weiteren Energiepflanzen für Biogasanlagen. Auch werden die Preise für fossile Kraftstoffe mit Verknappung der Mineralölreserven mittel- bis langfristig steigen und über dem Niveau von Biokraftstoffen liegen. Dadurch, dass die Rohstoffe der Biokraftstoffproduktion aus der heimischen Landwirtschaft stammen und unabhängig vom globalen Mineralölhandel sind, können Kraftstoffpreise besser kalkuliert werden und schaffen eine gewisse finanzielle Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe. Derzeitige Investitionen in Biokraftstoffe unter Nutzung diverser Förderprogramme sind somit auch eine Investition für die Zukunft.