Biodiesel

FAME (Fettsäure-Methylester) wird umgangssprachlich als Biodiesel bezeichnet. Bei FAME handelt es sich um umgeesterte Pflanzenöle, die dadurch den Eigenschaften von Dieselkraftstoff angepasst wurden und deshalb in dafür freigegebenen Serien-Dieselmotoren verbrannt werden können.

In Deutschland bildet fast ausschließlich Rapsöl die Rohstoffbasis, so dass auch häufig von Rapsöl-Methylester (RME) gesprochen wird. Die Qualitätsanforderungen an Fettsäure-Methylester sind in der Norm DIN EN 14214 geregelt. Darüber hinaus gehende Anforderungen sind von der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel festgelegt.

Bei der Herstellung von Biodiesel gibt es praktisch keine Nebenprodukte, die nicht verwertet werden können. Bei der Herstellung fällt als Nebenprodukt Glyzerin an, welches ein wertvoller Rohstoff der oleochemischen Industrie ist.

Entsorgungsprobleme treten damit nicht auf. Das Rapsschrot bzw. der Rapskuchen aus der Rapssaatverarbeitung dienen als hochwertiger Eiweißlieferant für die Tierernährung.

Fettsäure-Methylester (Biodiesel) nach DIN EN 14214 ist grundsätzlich als Kraftstoff für konventionelle Dieselmotoren geeignet, sofern die Freigaben der Fahrzeughersteller vorliegen. Biodiesel kann in geeigneten Motoren in reiner Form – als B100 bezeichnet – oder als Mischung mit Mineralöldiesel z. B. als B7 verwendet werden.

Auch ein Mischbetrieb von FAME und Dieselkraftstoff ist in der Regel problemlos möglich, sofern die Freigaben der Fahrzeughersteller vorliegen; beide Kraftstoffe können im Allgemeinen abwechselnd getankt werden.


Weitere Informationen erhalten Sie z. B. beim Technologie- und Förderzentrum TFZ und bei der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP).